Photovoltaikanlage

Nach der Wärmedämmung muss nicht Schluss sein

Niedrigenergie- oder Passivhäuser sind nicht etwa eine Modeerscheinung. Immer mehr Hausbesitzer setzen auf eine umfassende Wärmedämmung und nehmen ggf. eine vollkommene energetische Sanierung ihres Eigenheims in Kauf. Mit der seit Mai dieses Jahres gültigen Fassung der Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) ergeben sich nämlich verschärfte Standards und Anforderungen an die Energieeffizienz eines Hauses. Aber nicht nur die rechtlichen Normen sollten hier Ratgeber sein. Denn mit einer guten Dach-, Fassaden-, Fenster- und Perimeterdämmung können Sie einen hohen Anteil an Energiekosten sparen. Und wer wirft schon gerne Geld zum Fenster raus?

Dass sich Dämmen lohnt, zeigen die Fakten. Über ein schlecht isoliertes Dach gehen etwa 30% Wärmeenergie verloren, über nicht gedämmte Außenwände sogar 35%. Und auch mithilfe einer energetisch sinnvollen Fenstersanierung wird der Energieverlust merklich gesenkt – nämlich um etwa 25%. Wem das aber nicht ausreicht, der kann noch weitere Maßnahmen vornehmen, um Geld zu sparen.

Fossile Brennstoffe sind endlich, also auf Alternativen setzen!

Ganz egal, wie gut die Wärmedämmung auch ist, die meisten Häuser werden (immer noch) mit Öl oder Gas geheizt. Klar, das sind absolut leistungsstarke Energieträger, aber leider sind es auch Brennstoffe, die nicht regenerierbar sind. Das bedeutet für Sie: Ihre Nebenkosten steigen mehr und mehr. So ist es durchaus klug, sich mit dem komplexen Thema der erneuerbaren Energien auseinanderzusetzen und eventuelle Alternativen zum herkömmlichen Heizkessel zu suchen, sei es auch nur als ergänzende Maßnahme zum Hauptenergieträger.

Sie hilft nicht nur beim Braunwerden, sondern auch beim Energiesparen: unsere Sonne

Eine Möglichkeit, zusätzlich zum Dämmen des Hauses nachweislich Kosten einzusparen, ist der Gebrauch von Solar- bzw. Photovoltaikanlagen. Diese Anlagen sind mittlerweile weit verbreitet und auch auf vielen Wohnhausdächern zu finden. Ihre wichtigsten Funktions- und Bestandteile sind die sog.  Photovoltaikmodule, kurz PV-Module genannt. Sie bestehen aus mehreren, einzelnen Solarzellen, die miteinander verbunden sind. (Weiterführende Informationen und eine Übersicht verschiedener Modularten gibt es z.B. auf photovoltaik-web.de).

Photovoltaikanlage

Photovoltaikanlage als Ergänzung zum gedämmten Eigenheim

Die PV-Module arbeiten auf Basis des photoelektrischen Effekts und wandeln die Sonnen- bzw. Lichtenergie auf unmittelbarem Wege in elektrische Energie um. Sie erzeugen also Strom. Und diesen kann man direkt nutzen. Weiterhin besteht mittlerweile die technisch praktikable Möglichkeit, ihn in Akkumulatoren zu speichern oder – was von der wirtschaftlichen Seite aus gesehen noch interessanter ist – das öffentliche Stromnetz zu unterstützen. Daraus resultiert nämlich eine staatliche Förderung und Sie erhalten für jede Kilowattstunde, die Sie einspeisen, eine Vergütung. Ein Aspekt, der sich durchaus für Sie lohnen kann.

Als Tipp noch ein paar grundlegende Fragen, die Sie vorab klären sollten:

  1. Ist das Dach meines Hauses für eine Photovoltaikanlage geeignet?
    Neigung und Ausrichtung des Daches sind für den Stromertrag wichtig! Ein Profi kann das sicher (kostenlos) vor Ort prüfen.
  2. Sind die geografischen Gegebenheiten günstig?
    Ohne ausreichend Sonne gibt es kaum Strom!
  3. Welche Installationskosten kommen auf mich zu, wie setzen sie sich zusammen und in welcher Zeitspanne haben sich diese Kosten amortisiert?
    Eine kluge, nachhaltige Investition muss gut geplant sein und die Einspeisevergütung ist nicht immer gleichbleibend hoch. Auch auf den Eigenverbrauch kommt es an. Haben Sie Elektroheizung oder andere sehr Strom beanspruchende Verbraucher?
  4. Welche Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten gibt es?
    Besser vorher informieren, welche Fördermittel wann, wie lange und unter welchen Bedingungen ausgeschöpft werden können.

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